| Was ist schon Malerei. Da mach ich mir aber so überhaupt gar keine Gedanken. Fischli & Weiss haben wir die Veröffentlichung einer wunderschönen Anleitung zur rechtschaffenen Arbeitshaltung zu verdanken. Auf einer Häuserwand, irgendwo in der Schweiz, haben sie diese zehn Hinweise veröffentlich, ich habe vor Jahren darüber gelesen, und seither schleppe ich diese Liste mit mir rum. Ursprünglich stammt diese Anleitung aus einer Keramikfabrik in Südkorea. Hin und wieder kann man sie auch zur eigenen Standortbestimmung benutzen. • Be calm! Rest in peace? • Do one thing at a time! Das schon, aber eigentlich ist mir das unmöglich. Es wäre vielleicht besser aber wofür und für was? So viele schöne Bilder sind schon gemalt und so viele Weltmeister gibt es schon. Noch blauer als Yves Klein? Usw. Was bleibt da zu beweisen? Die letzten Fragen muss sich wohl sowieso jeder alleine beantworten. • Say it simple! Auch nicht mein Ding. Und "no message" ist mir immer noch näher als der Welten Grund. Obwohl ich den schon gerne wüsste. Aber die Welt ist alles was der Fall ist. Warum sich also beschränken. Komplizierte Sachverhalte kann man vielleicht auch nur kompliziert ausdrücken. Unbegrenzte Lust zum Malen. Malen, malen, malen immer wieder. • Admit mistakes! Oder wie Joseph Beuys sagte: "Keine Angst vor Fehlern". Schließlich bringt man wahrscheinlich mit einem schlechten Bild nicht das harmonische Weltgefüge durcheinander. Wahrscheinlich nicht. • Learn to ask questions! Weiß Gott! •Know the problem! "Die Wahrheit, die Klarheit, die Bosheit was ist hässlichstes Teil von Dein’ Körper?" XTrash, 1999 • Listen! Das kann nicht schaden. Zu hören. Zuhören. Und doch ich bin auf der Suche nach dem Ort zwischen Malerei und Klang, ich will den Ort hinter Sehen und Hören entdecken, den Raum zwischen Sehen und Hören finden. Die empfindliche Stelle abseits von Sinn und Verstand treffen. Die Pause zwischen Wahrnehmen und Verarbeiten erforschen. Grenzflächen zwischen Bedeutung und Nichts entdecken. Ich suche die Annäherung an geheime Stellen jenseits geschlossener Systeme ... usw ... . Zusehen und Zuhören. Nichts sehen. Nichts hören. • Accept change as inevitable! Die Welt verändert sich. Meine Bilder verändern sich. Immer wieder. Wenn das nicht der schönste Widerspruch in sich ist ... Manche Lieder geben keine Ruhe. • Distinguish sense from nonsense! "Ich kann mich nicht erinnern." •Smile! "... es ist alles in einer so merkwürdigen Weise melancholisch, dass es einen Anblick bietet, der glücklicherweise so komisch ist, dass man, statt darüber zu weinen, seinen Spaß daran haben kann." Vincent an Theo, 1883. • "ha!" Peter Klaszen • "HAHA!" DAS UNIVERSUM |
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